Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Donnerstag, 18. November 2010

Der Verlust der Göttlichkeit


Herbert Draper, The Gates of Dawn, 1900



Wenn Schönheit Auge und Gehör betört,
das Gute Geist und Herz zum Himmel hebt,
die Wahrheit stets ein jedes Sein beschwört,
und jeder nach Gerechtigkeit nur strebt,
gemeines Wohl der Menschen Sinne lenkt,
die Liebe keinen in der Welt vergisst
und niemand mehr an seinen Vorteil denkt,
selbst seinen Eigennutz auch nicht vermisst,
dann, wisse, seid ihr alle längst am Ende,
des Lebens Kraft, der Lust und Liebe bar,
vollzogen wurde schon des Werdens Wende
zum Tode, wo noch nie ein Wachsen war.

Den Tod einst löste aus der Starrheit Bande
des Werdens Müh getrieben von der Kraft,
zu überwinden, was euch im Gewande
der Trägheit trügerische Ruhe schafft,
selbst euren Willen steuert nur Entbehrung,
sie zu beheben, stets nach Glück ihr strebt,
allein im Schaffen gründet sich Bewährung
für jeden, der nach den Gesetzen lebt,
die Götter unsre Welt befruchtend schrieben,
mit Lust und Freude wird nur der belohnt,
der selbst von seinem Wollen ist getrieben,
dass Irrtum und den Mangel er entthront.

Erlösen wird euch nie das Allgemeine,
erfüllen keine einzige Idee,
befördern kann die Seele nur das Deine,
das sorgt allein sich um ihr Wohl und Weh,
wenn es dich drängt, zu anderen zu gehen,
es in dir sprudelt, weil dort der Wille keimt,
gemeinsam wirst du sie zusammen sehen,
wenn unsrer Göttin Liebe euch vereint,
was immer euch an Leib und Seel‘ verbindet,
geschieht weil sie es vorgesehen hat,
in eurem Glücke liegt es längst begründet,
zu lieben alle an der Götter statt.

Doch diese Liebe findest du im Tempel
mit andren bei der Göttin ganz allein,
sie drückt euch auf den Leib des Males Stempel,
denn nur das Göttliche ist allgemein,
ihr selbst jedoch bleibt immer irdisch,
habt Leib und Leben und nicht mehr,
der Göttin seid ihr darum würdig,
weil einst sie liebte euch so sehr,
das Göttliche jedoch sie nicht euch schenkte,
zu werden sie erlaubt euch nur auf Zeit,
und wer mit bloß Abstraktem sie bedrängte,
verlor im Leben alle Göttlichkeit.

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