Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Sonntag, 20. März 2011

Universelle Plastizität der Energie und des Menschen Freiheit

Copyright Karsten Cascais

Energie ist ein Sein, ihre Kraft ein Werden
Energie ist die Form des Seins, sie ist unabhängig von Modalitäten und weiteren Bedingungen. In Erscheinung tritt sie aber nur als Werden. Alles was wir in der Welt, auch im Universum wahrnehmen (können), ist stets ein Werden, eine Form, zu der Energie geworden ist, nur ein Zustand, der sich wandelt in eine andere Form, in der sie uns wieder entgegentritt. So wandeln sich die Aggregatszustände der Materie von fest zu flüssig und zu Gas, Materie zu Wärme, zu Bewegung, zu Schwingungen und Strahlungen und so fort, zu allem was gerade geworden ist. Ersichtlich kann für unsere Wahrnehmung Energie alles sein und alles werden. Nimmt Energie eine Richtung, auf ein Ziel, treibt sie mithin ein Werden an, bezeichnen wir sie als Kraft. Daher gibt es so viele Kräfte wie die Energie Formen annehmen kann. Form selbst verstehen wir hier als völlig unspezifische Beschreibung des jeweiligen Zustands der Energie. Die unterschiedlichen Formen können auch als Ausdruck eines energetischen Kreislaufs begriffen werden, eine naheliegende Deutung, die dennoch nur der sprachlichen Symbolik entstammt. Denn Energie ist alles, jede Form und jede Kraft. Diese sind Erscheinungsformen der Energie, ihre Modalitäten. Das ist zwingend und entspricht dem Sein, das sich dadurch vom Werden unterscheidet, dass es ist und nicht wird, nicht war und nicht sein wird. Der energetische Kreislauf ist nur die Weise, wie wir die Formen der Energien wahrnehmen oder für uns wahrnehmbar machen. Aus dem Sein der Energie folgt auch ihr Erhaltungssatz, wonach Energie nie verloren geht. Quantitative energetische Vorstellungen bestimmen die Formen, also das Werden, so dass in der Wandlung der Formen, dem Übergang von einem Werden zu einem anderen, unterschiedliche Energiemengen beteiligt sind, weswegen je nach Wandlung und damit Kraft weitere  Energie entweder benötigt oder aber freigesetzt wird, die wiederum einer anderen Form entzogen oder in eine andere Form gewandelt wird. Die sich in Bezug setzenden Formen, zwischen den ein Austausch von Energie (durch Wandlung) erfolgt, beeinflussen sich gegenseitig. Die Formen oder auch Modalitäten der Energie bilden sich in Abhängigkeit von Raum und Zeit, denn jedes Werden und auch die Kraft hat einen Anfang und ein Ende (Zeit) und eine räumliche Ab-oder auch Eingrenzung, die Energie selbst ist diesen Bedingungen ihrer Erscheinung enthoben, weswegen sich Einstein zu ihrer Beschreibung der Raumzeit bedienen musste. Die Materialität der lebenden Körper unterwirft diese den Bedingungen für in Materie gewandelte Energie, darum ist der Mensch in seiner Wahrnehmung hierauf beschränkt. Ihm sind dennoch Energieformen bekannt, die ganz anders wirken, wie z.B. Strahlung. Nicht anders verhält es sich mit der zeitlichen Komponente, die in der Wahrnehmung der Menschen auf ihre Lebenszeiträume für die Prozesse des Werdens ausgerichtet sind, so dass hierauf bezogene langandauernde Prozesse, wie das Werden und Vergehen (Sterben) eines Sternes oder einer Galaxie nicht als Veränderung wahrgenommen werden. Dies ändert aber nichts an dem Grundsatz, dass jede Form der Energie nur als Werden begriffen werden kann, als ein Prozess, in dem unablässig Energie umgewandelt wird, um zugeführt oder freigesetzt zu werden.

Energie erscheint nur als Kraft im Werden
Die Wandlungen der Energie haben eine Richtung, so dass jede Form mit einer Kraft erscheint. Erlischt die Kraft, so erlischt die Form, auch dies ist nur aposteriorisch beschreibend. Die durch den Wegfall der Kraft frei werdende Energie wandelt sich in eine andere Form und gewinnt hierbei wieder eine Richtung und wird somit zu einer anderen Kraft. Am einfachsten lässt sich das an biologischen Prozessen beschreiben, ist aber ebenso auf nicht biologisch gewordene (entstandene) Gegenstände (oder Zustände) übertragbar. So wuchs der Baum durch Umwandlung von solarer Energie (Wärme und Photosynthese), bildete Zellulose, die das Leben (Werden) des Baumes nunmehr als toter  Gegenstand überstand, in dem Teile der einst das Leben schaffenden Energie gebunden blieben. In Form von Holz oder als fossile Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas) tritt die verbliebene Form in unseren Bedürfnisraum und wird der restlichen Vernichtung durch Verbrennen zugeführt, in der die Form, bzw. ihre Reste endgültig aufgelöst werden und uns als Wärmenergie erreichen. Die energetische Form des Feuers, in der üblichen Vorstellung eine Urerscheinung der Energie (was entwicklungsgeschichtliche Gründe hat), ist wohl eine weniger ausdifferenzierte Form, denn der Einsatz zur Wandlung für andere Formen ist unmittelbar vielfältiger als etwa bei der materiellen Form als Festkörper. In der relativen Unspezifiziertheit liegt aber auch die besondere Gefährlichkeit dieser Energieformen begründet, da sie jederlei Richtung nehmen können. Daher ist das Feuer auch sinnbildlich für Gefahren (wer mit dem Feuer spielt…), wenn die Richtung der Kraft, die die Energie je nach Form entfalten kann, nicht ausreichend (gemessen an den Bedürfnissen des Lebens) gesteuert wird. Die Anforderungen an Feuerstätten legen ein Zeugnis dafür ab, wie auch die historischen Erfahrungen mit ihrer Entwicklung infolge der vielen Brände, die immer wieder ganze Städte in Asche gelegt haben. Das Feuer schützte gegen die lebensfeindliche Kälte, wurde später zur Quelle anderer Kräfte, die dem Menschen halfen, die Verhältnisse seinen Bedürfnissen anzupassen (etwa in der Schmiedekunst zur Härtung und Anpassung von Werkzeugen und Waffen - worauf ganze Reiche gründeten, in der Dampfmaschine und bei Turbinen, im Verbrennungsmotor), es musste aber andauernd beherrscht werden, begrenzt, gewartet und entkam es der Kontrolle, dann wütete es gegen den Menschen und vernichtete dessen Lebensgrundlagen. Hieran hat sich bis heute nichts geändert. Auch die Kraft des Universums und seiner Sonnen entstammt dem Feuer, erzeugt infolge von Spaltungen und Fusionen, wenn aus scheinbar chaotischen Bränden Neues hervorgeht und Vorhandenes verschwindet. In der Wandlung der einen Form zur anderen wird zerstört und geschaffen und je elementarer, umso gewaltiger sind die beteiligten Energiemengen, umso gewaltiger ist aber auch die Kraft, die der Mensch gewinnt, wenn ihm die Beherrschung und Kontrolle des Feuers gelingt. Je größer die Systeme sind, die die Menschen durch ihr abgesprochenes Zusammenwirken bilden, umso größer werden die Kräfte sein, auf die sie angewiesen sind, um die zur Erhaltung der Systeme erforderlichen Bedingungen zu schaffen, umso größer werden aber auch die Anstrengungen, die so gewonnenen Kräfte zu steuern. Das Lagerfeuer hat der Mensch schon längst hinter sich gelassen und je mehr Menschen auf unserem Planeten leben und ihn schließlich auslasten, umso mehr wird der Mensch auf das Feuer der Universen zurückgreifen müssen und umso höher wird der Preis sein, wenn ihm diese elementaren Feuer, wie in der Kernspaltung, außer Kontrolle geraten. So wie einst immer wieder ganze Städte abbrannten, weil das Feuer seinen Stätten entkam, werden künftig ganze Länder brennen können. Dies alles ist zwingend und unvermeidbar. Es war noch nie anders, dass die Kräfte, die wir riefen (oder anderen Formen abgewannen), sich gegen uns richteten, wenn wir sie nicht mehr kontrollieren und beherrschen konnten. Das ist das unvermeidbare Schicksal des Menschen als Mangel- und Irrwesen, der notwendig unvollkommen ist und der nur nach Vollkommenheit, die allein dem Göttlichen eignet, streben kann und die Balance der Umstände, die sein Leben ermöglichen, in jedem Augenblick seines Werdens selbst herstellen muss. Dass der Mensch im windfall anderer Lebewesen leben kann, hat er schon seit Jahrtausenden überschritten, möglicherweise bereits, als er anfing, Landwirtschaft zu betreiben (vor über 10.000 Jahren). Daran ändert auch nichts die hohe Reputation, die im gesellschaftlichen Zusammenhang heute der Sozialismus genießt, der den Bezug der Lebensenergien der Einen aus dem windfall der sie schaffenden Anderen als soziale Gerechtigkeit definiert. Daher kann es auch nicht wundern, dass viele Träume, die noch heute als Rezepte und Lösungen zur Erlangung der erforderlichen Energien angeboten werden, keinem anderen Erfahrungshorizont entstammen als letztlich noch dem Lagerfeuer. Die Menschen können jedoch heute nicht mehr leben, ohne sich die Kräfte, die Energie zu richten, selbst zu holen und sich in ihrem Dienst zu stellen.

Universelle Plastizität der Energie, alles ist möglich
Was aber vermittelt die Richtung und schafft damit die Formen und die ihnen eigenen Kräfte? Ist Energie einer jeden Richtung und damit auch jeder Kraft fähig? Kann sie, selber frei von Raum und Zeit, eine jede Richtung nehmen und damit zu einem Jeden werden im Sinne einer universellen Plastizität, die jede Form annehmen kann? Kann die Energie mittels ihrer universellen Plastizität auch eine jede Kraft, die es nur geben könnte, schaffen? Nichts hindert uns, so etwas zu denken. Wohl, das sollte man dabei nicht übersehen, nähert man sich mit solchen Annahmen den einstigen Vorstellungen von einer göttlicher Allmacht. Denn allmächtig ist der, dessen Kraft (Entscheidung, Macht, Wirken) alles bewirken, ändern oder auch herstellen kann. Betrachtet man die Welt in ihrer Vielfalt und dem Einfallsreichtum ihrer Prozesse, der Fähigkeit der Entwicklungen zum Entstehen und Überleben der Arten, finden wir eine Variabilität mit jeweils neuen Formen und auch (Lebens-) Kräften, die in ihrem Vorhandensein und mehr noch in ihrer Wandelbarkeit einer solchen universellen Plastizität der Energie entstammen könnte. Der Mensch in seiner technischen Begabung, Prozesse der Natur nachzustellen, hat sich bislang auch ausschließlich innerhalb einer so vorgegebenen Plastizität bewegt und womöglich ist er dazu auch nur fähig. Er hat noch nichts konstruiert und nichts erfunden, wo die Natur ihm nicht die Vorgaben und damit auch den Rahmen gesetzt hat. Deswegen ist aber nicht die Natur selbst das Wunderhafte, denn alle biologischen Prozesse folgen wie der Mensch dem Mangel und dem Irrtum. Beides veranlasst an jedem Ort und zu jeder Zeit zum Handeln (oder bloßem Verhalten) und damit zum Auszuprobieren und alles, was geht, das bleibt und entwickelt sich weiter, was nicht geht, geht unter. Was indes gelingt, entstammt einer Form, in die Energie sich gewandelt hat. Diese muss gefunden werden. Als Teil dieser Welt und Ergebnis der Natur scheint der Mensch fest darin eingebunden und damit verbunden. Dies sind zugleich seine zwingenden Vorgaben, aus welchem Grund die Evolution sich auch nun in diese oder jene Richtung entwickelt haben mag. Das ist sein Handwerkzeug, den Mangel zu überwinden und den Irrtum zu korrigieren. Nichts, aber auch gar nichts kann es dabei geben, das ihm versagt wäre, die vorgefundenen Formen und Kräfte zu nutzen, anzuwenden und mit anderen zusammenzufügen und zu modifizieren. Die Angst der Menschen vor dem Unbekannten fordert hier zwar immer wieder eine Beschränkung der Wissenschaftsfreiheit und einen Verzicht, weil Unbeherrschbares erweckt werden könne und oft auch wurde. Bekannt ist indessen nur das, was dem Unbekannten entrissen wurde und sich dem Unbekannten zu verweigern, lässt Bekanntes sterben. Allein die Geburt, der Akt der Erkenntnis, wenn das Unbekannte sich enthüllt, schafft und gründet Leben. Beruht alles auf einer universellen Plastizität der Energie, dann liegen allein in ihr alle Chancen des Lebens und damit auch des Menschen. Die so geschaffenen Kräfte fördern nicht allein um ihrer Macht willen das Leben, sie gefährden es auch. Jedoch Förderung und Gefährdung entstammen derselben, das heißt identischen Potenz! Ihr sich auch nur teilweise verweigern zu wollen, treibt den ersten Nagel in den Sarg. Allein die Beherrschung der hierbei gewonnenen Kräfte entspricht einer universellen Plastizitität der Energie. Wer glaubt, sich dieser Aufgabe zur Beherrschung durch Verzicht entziehen zu können, wird darin umkommen. Den jede Art von Verzicht auf die Kräfte, die die Energie in ihren Wandlungen bietet, wendet sich gegen das Werden und führt zu dessen Beendigung (was wir als Tod bezeichnen). Nur die sprühende gemessen an unseren Lebensbedingungen ungerichtete Energie begründet das Werden. Ob indessen gemäß einer angenommen universellen Plastizität der Energie Alles, mithin jede Richtung, Form und Kraft, möglich ist, entzieht sich notwendigerweise unserer Auffassungsgabe. Die weit über unsere jeweilige Vorstellungskraft hinausgehende Vielfalt indessen – wie wir im Nachhinein oder bei unseren Forschungen entdecken können- zeigt eine Weite, die der Mensch für seine Möglichkeiten und Zwecke getrost mit einer universellen Plastizität beschreiben kann.

Die Kraft des allgemeinen Lebens
Das jedoch bedeutet nicht, dass der Mensch jemals diese Universalität wird erschöpfen können. Vielmehr schwimmt er in einem unendlichen Meer, das auch seine eigenen Bedingungen und ebenso noch alle seine Möglichkeiten enthält, nicht jedoch die, das Meer selbst zu beherrschen. Er entstammt individuell und der Art nach dem irdischen Leben und das Leben auf der Erde, möglicherweise auch des Universums, ist das Ergebnis bestimmter Formen und Kräfte der Energie, in die sich Energie gewandelt hat. Bekannt sind uns Wärme, elektrische, chemische, kinetische Energie, auch die Prozesse der Photosynthese  und der Umwandlung von Nahrungsmittel als Energieträger in für die einzelnen Prozesse des Werdens erforderliche Energie. Auch das allgemeine Leben ist ebenso wie jedes einzelne Leben stets das Ergebnis einer andauernden Wandlung von Formen der Energie, bleiben diese aus, endet das Leben. Ob indessen diese uns bekannten und bislang von unseren Wissenschaften nachgewiesenen Formen allein ausreichen, die Prozesse des Werdens des Lebens zu begründen, ist bislang nicht bewiesen und wird womöglich auch nie bewiesen werden können. Denn abgesehen von der Vielfalt uns möglicherweise weiterhin unbekannter Energieformen und deren Kräfte, wird alles von der Energie selbst getragen, die in ihrer Universalität alles Mögliche enthält und mithin den eigentlichen Grund und –das ist eine metaphysische Formulierung- auch eine allgemeine Kraft enthält. In vielen Religionen und Weltanschauungen wird diese Kraft einem göttlichen Wesen zugeordnet oder auch selbst zum Göttlichen erklärt. Auch glauben wir im Heiligtum der Sieben Göttinnen, dass diese Kraft nichts anderes als die Kraft der Göttin (oder Gottes, der Götter oder des Göttlichen) ist, die in jeder Form die Energie zu richten vermag. Eine Kraft enthält, indem sie Energie eine bestimmte Richtung und damit eine Form gibt, eine Information. Dies gilt auch für die Kräfte, die etwa der Mensch durch seine Vorrichtungen schafft, sei es beispielsweise zur Bewegung, zur Erwärmung oder zur Erzeugung von Elektrizität. Auch das Leben bedarf solcher Energieformen und deren Kräfte und auch einer Kraft, die allem das Leben selbst einhaucht (selbst wenn dieses Einhauchen nur in dem der Information entsprechenden Zusammenwirken aller anderen Kräfte gesehen wird). Diese Kraft des allgemeinen Lebens, die ebenso wie alles andere der universellen Plastizität der Energie entstammen kann, enthält die Information über die belebende Richtung und wirkt in jedem Einzelnen. Nur ihr kann der Mensch sein Bewusstsein zu verdanken haben wie ebenso seinen Willen, der ihn zu einem frei agierenden Wesen erhebt. Das so begründete Bewusstsein seiner Selbst umfasst auch die Wahrnehmung seines Lebens und ebenso des allgemeinen Lebens, dessen Teil jeder einzelne Mensch durch seine Geburt und seine Vermehrung ist, mithin auch der Kräfte, die die Prozesse des das Leben begründenden Werdens antreiben. Daher findet sich dort der einzige Punkt, wo der Mensch seinen Blick auf die ihn bildende Energie und damit auch auf deren Universalität (der alles und so auch er selbst entstammen) richten kann. Hier allein kann der Mensch eine Allgemeinheit oder auch die Totalität des Seins erfahren. Die Information selbst gibt der Energie die Vorgaben zu der Form und Kraft, dass Leben sich bilden kann. Zudem gibt sie allen am Prozess des Werdens Beteiligten vor, wie sie sich zu verhalten haben, dass der Prozess des Werdens zum Leben führt.  Mit der Einsicht des Einzelnen in diese Zusammenhänge erlangt dieser die Gewissheit, Teil eines Ganzen und eines Mehrs zu sein, das über ihn hinausweist und alles von der Energie getragen wird, was er nur als göttlich begreifen kann. Oder vereinfacht in der allgemeinen Sprache der Menschen ausgedrückt: dass es die Göttin ist, der die Information entstammt, wie auch die Kraft  und deren Energie. Erkennt man dies als richtig an, dann aber folgt hieraus zwingend, dass man in den Prozessen, die das allgemeine Leben bilden, die göttlichen  Spuren finden kann und dass, wenn man ihnen folgt, auf diesem Weg auch zur Göttin finden kann, wenn wir unser Erleben auf das Allgemeine ihrer Kraft erstrecken und uns mit ihr vereinen. Einer universellen Plastizität der Energie und damit aller bekannten und auch nur denkbaren Kräfte nähern wir uns auf diesem Weg am nächsten, wenn wir nicht nur erkennen, sondern auch erleben, selbst Teil davon zu sein. Das allgemeine Leben ist eng mit unserer Sexualität verbunden, die uns befähigt durch Weitergabe eines einzelnen Lebens am allgemeinen Leben teilzuhaben. Deswegen verehren wir im Heiligtum die Göttin im leiblichen Gebet. Das Leben aber ist alles, was wir sind und haben und werden, weswegen wir uns mit allem und jeden auch mit dem Göttlichen vereinen können.

Des Menschen Freiheit als Abbild plastischer Universalität
Unsere Freiheit, die durch unser Selbstbewusstsein und unsren ungebundenen Willen begründet wird, stellt in auffallender Weise ein Abbild der energetischen universellen Plastizität dar. Die Gedanken sind frei und in Gedanken scheint alles möglich zu sein, der Mensch hat einen Willen, dem er jede Richtung geben kann. Sicherlich können wir konkret nur das denken, was in irgendeiner Weise vorgegeben ist, aber die Vorgaben können wir ändern und so immer weiter auch in das Unbekannte ungeachtet ihrer etwaigen Fiktion vordringen. Genau genommen stoßen wir auf das gleiche Problem wie bei der energetischen universellen Plastizität, wir wissen zwar nicht, was alles an Kräften möglich wäre, wissen aber von jeder, die wir uns vorstellen können (weswegen wahre Weisheit nie in der positiven Erkenntnis bestehen kann, sondern nur in dem Wissen um die Grenzen der jeweils möglichen Erkenntnis). Diese Ähnlichkeit, ja eigentliche Parallelität, kann nach Meinung des Heiligtums nur die Bedeutung haben, dass das Selbstbewusstsein mit seiner Freiheit nichts anderes spiegelt als die universelle Plastizität der Energie, sie ein Teil ihrer insoweit ungerichteten Potenz ist. Mit anderen Worten, dass das Selbstbewusstsein nebst der Freiheit nur göttlichen Ursprungs sein kann und Teile der Göttlichkeit in uns spiegelt. Nicht grundlos finden wir gerade im Gehirn die durchaus der universellen Plastizität vergleichbare neuronale Plastizität (dies natürlich gebunden durch die Materialisierung und den anderen wirkenden Kräften), die das Gehirn und seine Teile und Zellen in den Stand versetzt, ihre Eigenschaften und Fähigkeiten den sich wandelnden Anforderungen  anzupassen und so multifunktional in der jeweils erforderlichen Richtung agieren zu können. Dies alles ist Ausdruck der universellen Plastizität, die wir als Stempel der Göttin im Menschen nur begreifen können. Das Göttliche im Menschen erweist sich dort, wo sich in ihm die universelle Plastizität spiegelt. Damit gewinnt für ihn und seine Freiheit die Richtung, für die er sich zu entscheiden hat, die ausschlaggebende Bedeutung. Ihr entnimmt er alles, worüber er sich mit anderen abspricht und so das Virtuelle der Gesellschaft und ihrer Einrichtungen gestaltet, nicht anders als aufgrund der energetischen Plastizität die Welt und das Universum geformt werden.  Die Richtung selbst aber findet der Mensch nur in den Informationen, die im allgemeinen Leben gegründet sind. Sie zu ergründen, wurde ihm die Wahrheit eingepflanzt. Nach dem Glauben des Heiligtums findet er dies alles nur auf dem Weg, wie ihn die Göttin mit ihrer die Welt belebenden Kraft gewiesen hat. Hierin besteht der Sinn der Vereinigung und Galaktisierung. Alle Natur und alles Leben sind durch den Zweck ihres Werdens gerichtet und werden geschaffen durch die entsprechenden Formen der Energie und der zugehörigen Kräfte. Allein die Freiheit durchbricht die Richtung und der freie Mensch muss die Richtung selbst finden. Die kann er aber nur durch das finden, was die Göttin in ihn gelegt hat, das sind die Lust und Liebe, das Glück und die Wahrheit. Das Feuer, das diese Eigenschaften in dem Menschen zu erzeugen vermögen, und die Notwendigkeit, ihm eine Form zu geben, um es zu Kräften zu wandeln, weist auf den göttlichen Ursprung der ungeformten Energie. Damit aber wurde in die Seele eines jeden Menschen ein eigenes kleines Universum gelegt, dessen er sich selbst bewusst ist und in dem sein freier Willen entscheidet, ein Abbild der universellen Plastizität der Energie. Hierin gründet die Kraft eines jeden Einzelnen, nicht weniger seine Kreativität und alle seine Leistungen. So haben die Götter auch von sich ein Abbild geschaffen und die Menschen mit der Lust und Liebe an sich gebunden. 

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