Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Sonntag, 15. Mai 2011

Der Göttin Sein bewirkt das Leben



Dante Gabriel Rossetti, Venus Verticordia (1864-1868)


Das Sein ist mein,
sagte die Göttin uns,
denn mir allein
zusteht  die Göttergunst,
in jeder Form
euch zu gewähren sie,
als eure Norm,
die zu erfüllen ihr.


Die Menschen einmal nur der Göttter Sein gesehen,
sogleich sie leugneten das irdische Vergehen
und hielten sich auch selbst für allzeit unvergänglich,
das Göttliche an Leib und Seele für empfänglich,
im Jenseits eiferten den Göttern sie gar nach,
im Diesseits aber alles Irdische lag brach,
allein dem Geist zu dienen, sie sich jetzt bemühten,
dabei das Lebende zum Tode hin verführten.

Der Menschen Wahn, dem eignen Werden zu entfliehen,
auf einem Sein zu gründen, das nur ausgeliehen,
die Scheme, die die Götter gaben, Zeit zu ahnen,
wenn wandelnd auf der Gegenwart fiktiven Bahnen
und dort zu greifen nach Begriffen und Ideen,
gewonnen nur aus dem, was einstmals ist geschehen,
uns raumlos Wirklichkeiten spiegeln zeitlos vor,
als zu den Göttern hebe Menschen man empor.

Zu denken ward dem Mensch allein deshalb gegeben,
er in Gedanken ungehindert konnte streben
nach allem, was von ihm dabei war frei ersonnen,
doch ohne dass die Gipfel wären schon erklommen,
was auch er wollte, musste erst geschaffen werden,
denn ohne Werden nichts gedeiht und wächst auf Erden,
nichts findet sich, was ohne Anfang dort nur ist,
kein Sein dich stützt und dessen Teil du nur noch bist.


Mein Sein ist dein,
dass es in dir bewirkt,
nur dort zu sein,
dass meine Macht es birgt,
die hier obwaltet,
Leben gedeihend schafft,
von ihr gestaltet
durch meine Götterkraft.


Das Sein eröffnet dir, das Leben zu entfalten,
die Form zu wählen, die es soll dabei erhalten,
die Wirklichkeiten aber auseinanderklaffen,
denn was zu tun ihr absprecht, niemals wird erschaffen,
bewirken zwar, das ist dem Werden immer möglich,
zu bleiben aber und zu sein, ist ihm unsäglich,
darum die Menschen mit den Formen stets begehren,
der Wiederholung Zuverlässigkeit zu mehren.

Nur durch Verlässlichkeit kann man das Sein nachahmen,
zudem verhindern, Lebenskräfte zu erlahmen,
des Bleibens Eindruck scheinbar dauerhaft begründen,
obgleich es unvermeidbar wird im Ende münden,
deshalb, wer Sein will wirklich selbst in sich erfahren,
nicht nur den Schein in seinem Geist abstrakt bewahren,
den es mit aller Lust und Liebe dahin zieht,
wo in der Göttin Garten Leben üppig blüht.

Im Leib der Erde, der auch der des Menschen ist,
dort trifft die Kraft belebend mit der Göttin List
auf Energie und richtet deren Form zu Körpern,
die sich verbinden, alles Werdende zu fördern,
der Götter Sein befruchtet so die ganze Welt,
dass Schönes wird, wenn ihrer Liebe es gefällt,
so treibt ihr Sein Natur wie Mensch an zu gestalten,
dass alles wird, der Göttin Liebe zu erhalten.


Allein mein Sein
offenbart die Kraft,
dass im Verein
unsre Lust es schafft,
mit meiner Macht
wird ein Leib gekört,
so dargebracht,
wie er mir gehört. 


© Karsten Cascais



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