Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Sonntag, 3. Juli 2011

Mangel- und Irrwesen – des Menschen Natur

Leben ist stetes Überwinden des Mangels
Der Mensch ist von seiner Anlage her ein Mangel- und Irrwesen, denn er kann nur leben, wenn und solange er den Mangel überwindet und den Weg zur Wahrheit kann er nur durch Irrtum beschreiten. Dabei beruhen Mangel wie Irrtum auf den selben wesentlichen Eigenschaften des Lebens, die darin bestehen, dass das Leben jeweils nur das Ergebnis eines es bewirkenden Prozesses ist und auch nur für die Dauer dieses Ergebnisses Bestand hätte, wenn es nicht sogleich durch einen wiederholenden identischen Prozess erneut bewirkt werden würde. Das Leben ist demnach ein Werden und hängt davon ab, dass sich das Werden, also der Prozess zuverlässig wiederholt. Das Werden kommt durch das Zusammenwirken der an diesem Prozess beteiligten Glieder zustande, die sich in einer durch die dem Prozess vorgegebene und zugrundeliegende Information bestimmten Weise aufeinander abgestimmt verhalten, in einer Urform der Kommunikation. Die Bindungskraft der Kommunikation fügt die beteiligten Glieder hinsichtlich ihrer abgestimmten Verhaltensweisen zusammen und begründet so die einfachste Form eines ersten Bewusstseins (des Urbewusstseins), das zuerst nur die nach der Information erforderliche Verhaltensweise vom Adressaten erkennen lässt und dann in der nächsten Stufe auch die Fähigkeit entwickelt, das Zusammenwirken mindestens zweier Glieder selbst wahrzunehmen, beides Grundelemente eines Bewusstseins, das sich auf höherer Stufe schließlich zu einem -sich selbst als erkennendes Wesen erkennendes- Selbstbewusstsein entwickelt hat. Das hierbei bewirkte Leben bedarf somit der zuverlässigen der Information entsprechenden Umsetzung durch das jeweilige Verhalten der beteiligten Glieder. Ein Abweichen von der Information oder gar ein Aussetzen der Mitwirkung gefährdet das Prozessergebnis, äußersten Falles bleibt die zum Leben erforderliche Wirkung aus. Die Eigenschaft eines beteiligten Gliedes zur zuverlässigen Umsetzung der es betreffenden Information bezeichnet man als Verlässlichkeit. Die Verlässlichkeit kann auch als Teil der bindenden Kraft der Kommunikation verstanden werden. Ohne Verlässlichkeit könnte kein Leben entstehen. Verlässlichkeit ist die Anforderung an die an einem Prozess beteiligten Glieder, sich entsprechend ihrer Beteiligung nach den Vorgaben der Information zu verhalten. Sie ist kein Automatismus, sondern selbst schon ein Element lebendigen Agierens, die sich mit jeder Übernahme der Information im Wege des prozesserforderlichen Verhaltens erweist oder auch nicht erweist. Nur wenn sie sich erweist, gelingt der Prozess und das Werden entsteht, erweist sie sich nicht, wird das Ergebnis verfehlt. Dieser Zusammenhang beschreibt den Mangel, den jedes Leben zu überwinden hat. Leben entsteht nur, wenn das Konstrukt infolge des Zusammenwirkens entsteht, indem also etwas gemeinsam bewirkt wird, das sich von dem anderen abhebt und auch nur solange wird, solange die Grundlagen des Zusammenwirkens eingehalten werden. Wenn es an einem qualitativ gesicherten Zusammenwirken fehlt, scheitert der Lebenszweck. Leben ist somit als Werden ein stetes Überwinden der Gefahr des Scheiterns. Das System Leben bedarf, um systematisch aufrecht erhalten zu werden, nicht anders als etwa ein zur energetischen Versorgung errichtetes elektrisches Netz der dauernden eine bestimmte Spannung gewährenden Einspeisung von Lebensenergie in Form der Beiträge der es bewirkenden Glieder (wie der Mensch es etwa bewusst beim Essen, Trinken oder Atmen erfährt). Reichen die Beiträge nicht oder bleiben sie aus, dann bricht das System zusammen. Die Notwendigkeit der andauernden Beiträge beschreibt aber nichts anders als einen Mangel, den es für die Prozessdauer, hier des Lebens, zu überwinden gilt.


Des Irrtums Pfad: das Leben

In der jederzeitigen Möglichkeit, dass die am Prozess Beteiligten bei ihrem Verhalten von der Prozessinformation abweichen, liegt eine der Hauptquellen des Irrtums. Irrtum kann nur kognitive Bedeutung, also hinsichtlich der Wahrnehmung haben, die damit im Mittelpunkt einer möglichst authentischen Umsetzung der Information steht. Dies gilt noch umso mehr, als sie sich über die bloße genaue Übernahme der Prozessinformation hinaus auch auf  ihre Umsetzung durch das Zusammenwirken der Prozessbeteiligten erstreckt und hierdurch wiederum Korrekturen und Anpassungen hinsichtlich der eigenen Beiträge ermöglicht. Dass sich der Wille zur Anpassung und Korrektur auch zuverlässig bildet, ist Gegenstand der Verlässlichkeit. Alle diese  Aufgaben und Handlungen, die sich in bestimmten Ergebnissen jeweils auswirken, korrespondieren mit der Möglichkeit eines abweichenden Verhaltens der an dem Prozess beteiligten Glieder, dies umso mehr der Willen hinzutritt. Soweit die Abweichung dabei nicht auf einer bewussten Negierung der Information beruht, handelt es sich um ein irrtümliches Verhalten. Die Wahrnehmung des Ergebnisses dessen, was aufgrund des Irrtums bewirkt wurde, kann wieder zur Grundlage einer Korrektur werden und über diesen Mechanismus passt sich das Verhalten eines jeden einzelnen Gliedes dem durch die zugrundeliegende Information vorgegebenen Wirkungsziel an. Dass aber überhaupt ein Irrtum als solcher auch erkannt werden kann, beruht auf der zumindest in jedem Menschen siedelnden Vorstellung von der Wahrheit. Die Wahrheit selbst ist für den Menschen inhaltlich unspezifisch, das heißt, sie hat keinen Inhalt. Jedoch erkennt man vor ihrem inneren Spiegel den Irrtum. Ihr wird nie das Wahre entnommen werden können, sondern allein die Feststellung, ob das Prozessergebnis bewirkt wird oder nicht, mithin ein Irrtum vorliegt oder nicht. Die Wahrheit ist somit ein Gefühl, den Irrtum zu erkennen, nicht aber um einem Zustand oder Gegenstand Wahrhaftigkeit zuzuweisen. Im Heiligtum sind wir der Auffassung, dass die Wahrheit als Orientierung der allgemeinen Lebenskraft und damit der  Kraft der Göttin entstammt und eigene inhaltliche Bedeutung nur in Bezug auf diese göttlichen allgemeinen Eigenschaften erlangen kann. Damit aber stellt sie sich zugleich als Angel- und damit Orientierungspunkt im Leben dar. In den das Leben erzeugenden, das heißt es werden lassenden Prozessen indessen entfaltet die Wahrheit über diesen Angel- und Orientierungspunkt hinaus keinerlei Bedeutung und vermittelt nur die Fähigkeit, den Irrtum zu erkennen. Die Quelle des Irrtums selbst bleibt in diesem Zusammenhang die nicht prozessgerechte Umsetzung der Information, also die für den zu überwindenden Mangel identische Ursache. Die Gründe der nicht ausreichenden Umsetzung einer Prozessinformation beschränken sich indessen nicht nur auf Fehler bei der Übermittlung oder Umsetzung der Information, sondern können natürlich auch bereits darauf beruhen, dass die Information selbst unvollständig ist, was regelmäßig Gegenstand weiterer wissenschaftlicher oder ähnlicher Bemühungen ist. Ungeachtet des Grundes aber ist es nur der Irrtum, der den Mensch bei allem Werden leitet.


Mangel und Irrtum sind Teil des Lebens

Die Beschreibung des Menschen als Mangel- und Irrwesen beruht somit auf dem Umstand, dass der Mensch, wie das Leben überhaupt, das Ergebnis eines Prozesses ist, in dem die an ihm Beteiligtem zusammenwirken und der ihn selbst und generell das Leben nur für die Dauer dieses Zusammenwirkens bewirkt, ansonsten im Hinblick auf das Leben ein Nichts ist, worin alles zurückfällt, wenn das Erforderliche nicht in der erforderlichen Weise erbracht wird. Das Leben ist das Besondere, das wird, es ist kein Sein, ein Allgemeines, das ist. Das Werden wird getragen von der allgemeinen Lebenskraft, einer als Kraft zum Leben gerichteten Macht, die nach unserer Auffassung die Macht der Göttin ist, oder auch als Kraft der Göttin umschrieben. Leben entsteht, das heißt es wird nur dadurch, dass die beteiligten Glieder sich in der erforderlichen Weise verhalten. Nichts anderes gilt für das Zusammenwirken der Menschen untereinander, auch hier werden gesellschaftliche Zustände nur dadurch bewirkt, dass die den gesellschaftlichen (oder auch kulturellen) Prozessen zugrundeliegenden Informationen verlässlich von den an diesen Prozessen Beteiligten umgesetzt werden, so dass die Gegenstände des virtuellen Seins entstehen können. Da die virtuellen Zustände jedoch weitaus mehr vom Willen der Beteiligten und damit auch von der Ausübung deren Freiheit abhängen, kommt hier den Tugenden der Verlässlichkeit und der Treue und auch der Vorstellung der Verantwortung und einer inneren Gerechtigkeit als advocatus publicus noch weitaus größeres Gewicht zu. Dennoch bezwecken auch sie  im Grunde nichts anderes als die Vorgaben im biologischen Bereich,  die aufgegebene Information möglichst prozessgenau umzusetzen. Der Mangel regiert weiter – ohne sich ständig wiederholende Beiträge bestimmter Qualität bricht das System zusammen- und der Irrtum ist die einzige Erkenntnisquelle – Sicherheit besteht nur in dem, was nicht geht,  nicht indessen in dem was gehen wird, beziehungsweise erweist sich erst dann, wenn es als Geschehenes Vergangenheit ist. Dem entsprechen auch die erforderlichen Fähigkeiten der Menschen, an einem Prozess als Glied beteiligt zu sein. Der geringsten Fähigkeit bedarf es, zu zerstören, einen Prozess zum Scheitern zu bringen oder ihm ansonsten zu schaden (dem entspricht der Mangel und Irrtum), die größten Fähigkeit indessen, ihn zum Erfolg zu führen (den Mangel zu überwinden und den Irrtum als Erkenntnisquelle zu nutzen). Hierauf beruhen die Macht der Revolutionäre und Terroristen und ebenso die besondere Verletzlichkeit derjenigen, die Systeme errichten und erhalten. Aber auch andere gesellschaftliche Fehlentwicklungen und Entartungen sind auf dieser Diskrepanz gegründet, wie  die Entartung der Demokratie zur Ochlokratie (Pöbelherrschaft). Denn auch da geht es nicht darum, den Mangel zu überwinden und den Irrtum zur Erkenntnis zu nutzen, sondern ausschließlich um die Verteilung von denen, die die Systeme tragen, an die, die mit dem  Mangel an eigener Kraft vorlieb nehmen und im Irrtum verharren, um allein von der Kraft der Anderen und deren Kampf um die Wahrheit zu leben. Mangel aber entfaltet nur dadurch eine Leben fördernde Kraft, um ihn zu überwinden und Irrtum, um ihn zu korrigieren, und zwar für und durch jeden Einzelnen.


Der Göttin Sein kennt weder Mangel noch Irrtum

Der Mangel wie auch der Irrtum, wenn man nicht aus ihm lernt, bedrohen jedes System, das infolge des Zusammenwirkens der Beteiligten errichtet, beziehungsweise aufrechterhalten werden soll. Die Überwindung des Mangels und Erkenntnis des Irrtums sind das Leben. Alles, was im Menschen angelegt ist, ist hierauf gerichtet. Sein ganzes Denken und Streben zielen auf nichts anderes, es bedarf des andauernden Werdens, um das Leben aufrecht zu erhalten. Die Vorstellung des Seins, von etwas, das ist und nicht durch eigenes Verhalten (oder das anderer) bewirkt werden muss, kennt der Mensch nur aus seinen Träumen, die allenfalls eine Ahnung wiederspiegeln, die die Vorstellung vom Glück und das Erlebnis von Lust und Liebe in ihm entstehen ließen. Hinter allem stehen der Widerspruch und zugleich die Einheit von Werden und Sein. Alles Leben und selbst die ganze Welt sind ein Werden. Ein Werden ist das Ergebnis eines unablässigen Prozesses der Umsetzung von Information und des Zusammenfügens der an ihm Beteiligten, in dessen Notwendigkeit Mangel und Irrtum als sein Begleiter begründet sind. Alles Wissen und alle Wissenschaften, seien es die der Natur oder die des Geistes, befassen sich damit und folgen ihren Prinzipien. Deren Gesetze sind nichts anderes als die Beschreibung der Pfade von Mangel und Irrtum und können im Rahmen der hierbei errichteten Modelle und Systeme auch nur die Veränderungen eines Werdens erfassen. Sie laufen leer, wie beim Dreschen von Stroh, wenn sie mit Begriffen spielen, denen sie ein eigenes Sein zuweisen. Mit ihnen lässt sich aber kein Sein begründen, noch nicht einmal erkennen. Alles was ein wirkliches Sein wäre, wäre dem Erkennen und damit aber auch dem Irrtum verschlossen und ebenso dem Mangel. Dies sind bloße Eigenschaften des Werdens, womit aber zugleich jegliche Erkenntnis von dem Sein als solchem nicht möglich wäre. Allein das Bewusstsein, das den Menschen sich selbst als erkennendes Objekt erkennen lässt, hebt ihn über die Beschränkungen des Werdens hinaus. Deswegen haben wir das Selbstbewusstsein auch als eine Art Quadratur des Kreises bezeichnet, in dem Göttliches das Leben kreuzt. Denn hierdurch sieht der Mensch sich selbst beim Erkennen auf dem Pfad des Irrtums zu, erkennt dabei zugleich die Eigenschaften der Wahrheit und die Bedeutung der Richtung, wenn die Lust und Liebe und das Glück mit ihrem Licht  seinem Werden den Weg weisen. Dies geschieht, wenn er erfährt, dass er mit seinem einzelnen Leben Teil eines über ihn hinausweisenden allgemeinen Lebens ist. Der Mensch kann dies alles nur unmittelbar fühlen, es wird ihm nicht durch die seine Erkenntnis vom Werden bestimmenden Symbole, Begriffe und Formen vermittelt. Das ist auch der Grund, warum nichts Göttliches und damit auch nichts Allgemeines jemals mittels der im Werden ausschließlich möglichen Erkenntnis durch den Irrtum und damit auch nicht durch die Mittel der Wissenschaften und deren Gesetze und Logik erfasst werden können. Teil eines Ganzen zu sein, kann nur unmittelbar gefühlt, niemals aber mit Begriffen und Symbolen, die der das Werden bestimmenden Information zugrunde liegen, verstanden werden. Die das Werden beherrschende allgemeine Lebenskraft beruht nach unserer Meinung auf einer Macht, die Ausfluss eines göttlichen Seins ist. Alles Werden, damit auch das Leben, die Welt  und das ganze Universum, entstehen durch die Ausrichtung dieser Macht zu einer Kraft, aber eben nicht als Sein sondern nur als mangel- und irrtumsbehafteter Prozess. Diese Macht hat uns aber in die Lage versetzt, uns mittels unseres Bewusstseins selbst beim Werden zuzuschauen und damit auch die uns bewirkende Lebenskraft, die Kraft der Göttin, zu erfahren. Tun wir dies, wie im Glück und bei der Lust und Liebe, kennen wir weder Mangel noch Irrtum und alle unser Erkennen steuernden Prinzipien, wie die der Logik, des Grundes und Zweckes, der Kausalität, selbst Raum und Zeit, haben keinerlei Bedeutung, denn wir erfahren dabei das göttliche Sein. Darum beten wir im Heiligtum zur Göttin auch in unserer Totalität mit allem, was wir haben, das ist mit Leib und Seele.

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