Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Mittwoch, 12. Oktober 2011

Virtualisierung allgemeiner Lebenskraft zu Gesellschaft und Kultur


Aus der Predigt der TdWs zum Ende der Heiligen Woche 


Spiegelung göttlicher Macht
Unserer Lehre liegt die Erkenntnis zugrunde, dass alle Lebenskraft eins ist und nur auf einer außerhalb des Universums oder eines jeden vergleichbaren Systems, innerhalb dessen sie wirkt, vorhandenen Energie beruhen kann. Energie können wir nur wahrnehmen, wenn sie eine bestimmte Form einnimmt, sie mithin formiert und damit gerichtet ist. Gerichtete Energie aber definieren wir als Kraft. Mittels der Kraft entfaltet die Energie die in ihrer Formierung festgelegte Wirkung. Eine solche Wirkung der Energie stellt die Belebung der Welt dar, dieser Wirkung entnehmen wir den Namen für diese Kraft, mithin den einer allgemeinen Lebenskaft. Allgemein nennen wir sie, weil sie alles Einzelne zum Leben erweckt, mithin über Eigenschaften verfügt, die zwar jedes einzelne Lebende umfasst, aber weit darüber hinausgeht und auch nicht von irgendwelchen Bedingungen eines Einzelnen abhängt, auch nicht von den räumlichen und örtlichen Empfindungen des oder aller vorhandenen Einzelnen. Als Wirkendes beinhaltet sie aber einen Beginn und ein Ende, Kennzeichen eines jeden Werdens, als das wir auch das Leben begreifen. Wir können nicht wissen, ob jede Formierung dieser Energie, also eine Kraft, stets nur als ein Werden, also mit einem Beginn und einem Ende, erfolgen kann. Was außerhalb unserer Welt ist, können wir nicht erkennen, auch nicht begreifen, sondern nur umschreiben, wie dasjenige, das ohne Anfang und Ende ist, nur ein Sein sein kann. Für unsere Welt aber und mehr noch für unser Leben ist Energie nur als zeitlich und räumlich mit einem Beginn und einem Ende umgrenzte Kraft -worin ihre Wirkung besteht-, wahrnehmbar und erfahrbar. Für uns ist die Energie selber eine göttliche Eigenschaft und ihre belebende Kraft bezeichnen wir als die Kraft der Göttin. Dank unseres Bewusstseins, eine unmittelbare Wirkung dieser Kraft, können wir diese Kraft selbst erkennen. Das Bewusstsein, das unsere Wahrnehmungen scheinbar endlos spiegelt, ist selbst eine uns vermittelte göttliche, das heißt jenseits unseres Lebenssystems stehende Eigenschaft. Jedes Leben ist in jedem Augenblick das Ergebnis des gemeinsamen Bewirkens aller beteiligten einzelner Glieder, also eines Werdens. Ohne Bewusstsein würde es sich in einer bloßen Aneinanderreihung solcher gewordenen Wirkungen darstellen. Erst durch das Bewusstsein und hier vor allem mit seiner Fiktion einer Gegenwart als Verknüpfung nachfolgender Wirkungen und Zustände als gleichzeitig oder zeitlich einheitlich entsteht eine Vorstellung von etwas Bleibendem. Dies ist zwar nur scheinbar und nicht real, aber nur deswegen möglich, weil sich hier eine Eigenschaft des Seins, also der Göttin oder des Göttlichen, spiegelt, was übrigens ebenso für die Eigenschaft des Bewusstseins gilt, sich in der eigenen Wahrnehmung wieder selbst wahrzunehmen (ähnlich einem sich selbst bewirkenden Wirkenden) - aus einem Werden heraus undenkbar, als Eigenschaft eines Seins aber selbstverständlich. Daher sprechen wir im Heiligtum davon, dass sich im Bewusstsein die Einkreuzung des allgemein Göttlichen mit dem nur werdenden Weltlichen oder Irdischen zeigt. Die allgemeine Lebenskraft, nach unserer Terminologie die Kraft der Göttin, entfaltet ihre belebende Wirkung durch die Verbindung von Einzelnem und Getrenntem, indem diese nach einer vorgegebenen Information sich jeder in bestimmter Weise abgestimmt verhalten. In dieser verbindenden Wirkung liegt eine der wesentlichen Eigenschaften der allgemeinen Lebenskraft, wie wir sie in der Kommunikation und dann in der Lust und Liebe selber erleben, die sich aber nicht auf die belebte Natur beschränkt, sondern in Form der auch ihr zugrundliegenden Bindungskraft die unbelebte Welt bewirkt.. Die Verbindung erfolgt allein im Werden, also mit einem Beginn und einem Ende - was selbstverständlich ist. Denn mehr als das Leben haben wir nicht. Aber auch hier, wie wir schon beim Bewusstsein gesehen haben, spiegelt sich die göttliche Eigenschaft eines Seins, über das Werden eines jeden Einzelnen hinauszuweisen und etwas scheinbar Bleibendes - hier für die Dauer der Verbindung - zu schaffen. Im Zentrum des Belebenden nehmen wir den Beginn und die Weitergabe des einzelnen Lebens wahr. Dies ist auch die Haupteigenschaft eines jeden Einzelnen in Bezug auf die allgemeine Belebung der Welt, mithin einer Eigenschaft der uns betreffenden Wirkung der allgemeinen Lebenskraft, also der Kraft der Göttin. Es kann daher kaum verwundern, dass diese Wahrnehmungen mit Gefühlen und somit mit weiteren Wahrnehmungen verbunden sind, die außerhalb unserer sonstigen verstandesmäßigen oder auch rationalen Wahrnehmungen stehen. Diese Gefühle umschreiben wir als Lust und Liebe und die dabei vorgegebene Richtung als das Streben nach dem Glück. Die Empfindungen stehen außerhalb von Raum und Zeit, und entziehen sich jedem Fragen oder auch Begründen. Vielmehr sind sie selbst Antwort und Grund. Damit erweisen sie sich als Teil der allgemeinen Lebenskraft, mithin - in unserer Deutung - als göttliche Eigenschaften. Tatsächlich wurden sie in uns gesetzt, um die mit der Belebung der Welt in uns gelegte Richtung zu erkennen. Sie sind göttlichen Ursprungs. Ihrer Macht können wir uns nicht entziehen. Wir erkennen sie etwa an der Geschlechtsmacht, mit der Sexuelles unsere Vorstellungen und unser Handeln bestimmt. Denn hier äußert sich nichts anderes als die die Welt belebende Kraft. Sie ist die Belebung und das sexuelle Begehren ist Ausfluss der göttlichen Bindungskraft. Auch die Schönheit gründet hierauf ihre Herrschaft über uns.

Virtualisierung allgemeiner Lebenskraft
Wir können uns dem nicht entziehen, denn die Richtung ist unser Leben und sie ist uns vorgegeben. Ob wir sie indessen gewissermaßen instrumentalisieren können, mag eine andere Frage sein. Unsere Geschichte, soweit wir sie als Grundlage unseres heutigen Lebens und aller virtuellen Einrichtungen von Gesellschaft und Kultur kennen, jedenfalls scheint dafür vielfältige Beispiele zu  geben. Die belebende Wirkung der allgemeinen Lebenskraft ist eine unmittelbare Eigenschaft der Energie, die Wirkung selbst folgt aus der Formierung zu einer Kraft, die Energie indessen, die dem Leben den Impuls gibt, also die eigentliche Belebung darstellt, ändert sich nicht. Die Energie selbst ist der Quell des Lebens. Ihre Ausrichtung zur Lebenskraft ist Folge der Formierung, also der Richtung, die sie erhält und worin die Wirkung besteht. Wenn auch die Energie selbst kraft ihrer universellen Plastizität jedwede Richtung nehmen kann, gibt sie der allgemeinen Lebenskraft eine ganz bestimmte Richtung. In unserem Denken können wir die Wirkung, also das die Belebung Bewirkende, als Vermittlung der zugrundeliegenden Energie begreifen. Die Energie selbst bleibt Teil des Seins und damit nach unserer Meinung des Göttlichen. Wir werden uns ihrer bewusst durch das Glück, nach dem wir streben und dem wir letztlich unsere Vorstellung von einem Sein und damit von Gott oder einer Göttin entnehmen. Ähnliches gilt für die Erfahrung der Lust und Liebe, der Freude und selbst noch des Behagens, denn alles ist nichts anderes als das Licht, das die Energie uns wirft, damit wir die Richtung in Allem erkennen - etwas, dessen wir wegen unseres freien Willens ähnlich eines Kompasses benötigen. Wenn wir nun von einer Instrumentalisierung dieser Wirkungsmechanismen sprechen, so meinen wir nicht die Vereinnahmung der göttlichen Energie zu einem anderen und bestimmten Zweck. Denn wie sollte es möglich sein, die Götter zu missbrauchen? Vielmehr beschreiben wir damit den Vorgang, dass das Glücksstreben des Menschen und die ihm zugrunde liegenden Mechanismen Teil eines eigenen Wirkungszusammenhangs werden und somit anderen als den eigentlichen Zwecken, wie sie sich allein aus den individuellen Bedürfnissen ergeben, dienen. Die Inhalte dieser Instrumentalisierung können beliebig sein, wie eine Form mit jedem Inhalt ausgefüllt werden kann, er darf sich nur nicht der vorgegebenen Morphologie widersetzen. Das heißt, die Instrumentalisierung kann durchaus auch für das Leben des beteiligten Einzelnen sinnvollen Zwecken dienen, genauso aber kann sie Zwecke verfolgen, die ausschließlich andere begünstigen. Jedes virtuelle Sein, also alle gesellschaftlichen oder sonstigen kulturellen Einrichtungen, beruht, ungeachtet des Bereichs und Grads seiner Wirkung, auf dieser Instrumentalisierung, die darin besteht, die das individuelle Glücksstreben der betroffenen Einzelnen bestimmenden Ziele zu verallgemeinern, also zu abstrahieren und damit naturgemäß zu entgegenständlichen, sie somit zu virtualisieren. Damit bedient sich die Instrumentalisierung der bindenden Wirkung des Glücksstrebens, also eines Mechanismus, der an sich der Belebung der Welt dient, ohne indessen hier unmittelbar auf der an sich hierdurch geformten göttlichen Energie zu gründen, beziehungsweise gründen zu müssen. Das Glücksstreben besitzt als Teil der allgemeinen Lebenskraft diese Einzelnes verbindende Eigenschaft. Entgegenständlichte Ziele können aber keine Ziele des individuellen Glücksstrebens sein, das nur einzelne, das heißt gegenständliche Ziele kennt. Somit muss auf einer späteren Stufe dieses verallgemeinerten Strebens, das abstrakte wieder gegen ein gegenständliches Ziel gewandelt werden (zum Beispiel das Ziel der Nahrungsgewinnung muss sich beim Einzelnen in einem konkreten Verzehr fortsetzen), soll das Ziel und damit das gesamte Streben nicht im nur Scheinbaren, also Virtuellen verbleiben und enden. Davon ist die Trickkiste vieler Politiker und anderer Verführer übervoll, kann aber dennoch ebenso Gegenstand vernünftiger - das heißt im Sinne der betroffenen Beteiligten liegender- Menschenführung sein. Denn im letzteren Fall erweist sich die Virtualisierung des Zieles eines Glücksstrebens, mithin dessen Verallgemeinerung und Entgegenständlichung und damit Entfremdung, im Ergebnis (das heißt bei der konkreten Wirkung auf die Lebensverhältnisse des Einzelnen, wenn die Wirkungen des verfolgten und erreichten Zieles sich für ihn vergegenständlichen) als für ihn selbst unmittelbar, das heißt real, sinnvoll und vorteilhaft. Der beteilige Einzelne hat gewissermaßen über die Virtualisierung und Vergemeinschaftung eines Zieles einen Umweg genommen, um doch nach seinem eigenen Glück zu streben. Die erwähnte Geschichte bietet indessen weitaus mehr Beispiele der für den betroffenen Einzelnen weiterhin im Schein endenden abstrakten Ziele gemeinschaftlichen Strebens, weil sie  in Wirklichkeit nie seinen eigenen Bedürfnissen zu dienen bestimmt waren. Denn mit der Virtualisierung allgemeiner Lebenskraft geht wie bei jeder Abstrahierung das Konkrete, hier die formierende Richtung, verloren. Die Virtualisierung bedient sich nur der die Welt belebenden Methode der allgemeinen Lebenskraft, die ihm als Muster dient.

Die Beliebigkeit der Richtung gemeinschaftlichen Strebens
Wir wollen uns jedoch, ohne dabei zu werten, diesem Mechanismen und seiner Instrumentalisierung, näher zuwenden. Mit der Abstrahierung und Verallgemeinerung der Ziele eines gemeinschaftlichen Glücksstrebens geht eine weitere Beschneidung individueller Partizipation einher. So wie jedes Streben von der Lust des Werdens begleitet wird, kann der Mensch die allgemeine Lebenskraft als eigene Lebenslust empfinden. In der Lust und Liebe erfährt der Mensch die Gegenwart der göttlichen Energie und damit unmittelbar auch die Richtung, die jedem Leben gewiesen ist. Diese aber, das ist gerade Inhalt der Instrumentalisierung, ist zumindest nicht unmittelbar Gegenstand des verallgemeinerten Strebens (und kann es auch nicht sein). Durch die Virtualisierung des Ziels und der damit verbundenen Entgegenständlichung wird der Zusammenhang zum allgemeinen Leben vielmehr unterbrochen. Die allgemeine Lebenskraft richtet zwar jedes individuelle Glücksstreben stets zum Leben, was aber nicht für abstrakte Ziele gilt, denen gerade diese autonome Richtungsgebung abgeht. Die das Werden begleitende Lust steht daher auch in keinem Zusammenhang mehr mit dem zur gemeinsamen Aufgabe verallgemeinerten Streben und dem damit verfolgten virtuellen Werden, sondern begründet vielmehr den eigentlichen Konflikt zwischen dem individuellen konkreten und einem verallgemeinerten, virtuellen Ziel. Das fehlende Erlebnis von Lust und Liebe steht daher oft auch als Unlust einem gemeinschaftlichen, virtuellen Streben entgegen, die etwa durch die Pflicht zur Verlässlichkeit, die dem virtuellen Streben zugrunde liegende Information umzusetzen, überwunden werden soll. Somit wendet sich die Pflicht zur Verlässlichkeit gerade gegen die Lust und Liebe als individuelle Form des Wohlbefindens. Dabei geht es jedoch noch um mehr. Denn die Lust und Liebe sind das Licht der Göttin, oder auch das Strahlen ihres Seins, mit denen der Einzelne einen raum- und zeitlosen Zustand, also außerhalb eines Werdens, erfahren kann. Hierauf gründet sich seine Würde, seine Freiheit, sein Leben. Diesem unmittelbaren Zusammenhang wird der Einzelne bei der Virtualisierung der Ziele seines Glücksstrebens typischerweise entrissen. Die beim Werden, wie bei der unmittelbaren Beteiligung am Streben nach dem eigenen Glück, ihn unmittelbar belohnende Lust geht bei der Virtualisierung der Ziele verloren. Mit dieser Entfremdung geht eine Sozialisierung einher, die, ist sie einmal erreicht, die Wirksamkeit der Instrumentalisierung und die freie Austauschbarkeit der allgemeinen und abstrakten Ziele wesentlich, oft bis zur Beliebigkeit erweitert. Auf der anderen Seite werde mittels der Verallgemeinerung des Glücksstrebens, gesellschaftliche Einrichtungen geschaffen, deren Wirkungen konkret, also wiederum vergegenständlicht, das Leben vieler Einzelner verbessern. Hierauf beruht schließlich unsere gesamte Zivilisation. Das Entscheidende des Mechanismus, das Glückstreben des Einzelnen zu virtualisieren, indem die Ziele abstrahiert, mithin entgegenständlicht werden, besteht aber gerade darin, dass diesem Vorgang als solchem nicht die Richtung seiner Wirkung auf den beteiligten Einzelnen entnommen werden kann. Der Zweck der Instrumentalisierung ist in seinen Wirkungen, wenn diese wieder gegenständlich beim beteiligten Einzelnen ankommen, aus sich heraus unbestimmt. Anders als beim konkreten gegenständlichen Glücksstreben, das immer auf das Leben des Einzelnen ausgerichtet ist, kann das entsprechende Streben in virtueller Form jeden beliebigen Zweck verfolgen, auch solchen, die nicht den gemeinsamen Belangen dienen. Dem virtuellen Streben muss stets willentlich eine Richtung gegeben werden, wer sie gibt und wessen Richtung dies ist, ist beliebig. Dies aber macht es erforderlich, dass der Einzelne, bei seinen Beiträgen zum gemeinschaftlichen und virtuellen Streben, sich einmal dieser bei der Verallgemeinerung der Ziele eintretenden Neutralität stets bewusst ist. Zum anderen muss die ihm hierzu erteilte Information auch die Bewertung enthalten, wie das verallgemeinerte Ziel sich wieder in ein konkretes in dem Sinne vergegenständlichen kann, dass es zu einem Ziel des beteiligten Einzelnen werden kann, nach dem er wegen seiner eigenen Belange strebt. Denn die Virtualisierung des Glücksstrebens kann ein Segen wie auch ein Unglück für die beteiligten Einzelnen sein, da sie selbst ohne Richtung ist und diese nur durch anderes erlangen kann. Dieses Andere aber gilt es zu erkennen. 

Nur die allgemeine Lebenskraft weist auch virtuell die Richtung
Gesellschaft und Kultur, damit alle Zivilisation beruhen auf der Instrumentalisierung der allgemeinen Lebenskraft, indem die das individuelle Streben (von der Willensbildung bis zur Lust und Liebe und dem Glück)  bedingenden Umstände verallgemeinert und virtualisiert werden. In der allgemeinen Lebenskraft ist dies als sozialer Aspekt des allgemeinen Lebens bereits angelegt, wie die Tugenden der Verlässlichkeit und auch der Treue zeigen. Dieser Tugenden bedarf es gerade deshalb, um die gegenläufigen Kräfte zu stimulieren. Wer in der Erfüllung seiner Versprechen, wie bei der Liebe, zugleich die Lust erfährt, muss nicht durch eine Pflicht zur verlässlichen Umsetzung des Versprochenen angehalten werden. Weist aber die Lust und damit das Streben nach eigenem Glück in eine andere Richtung, als was zu tun versprochen war, erwächst den genannten sozialen Tugenden eine eigene korrigierende Kraft, um die Richtung der allgemeinen Lebenskraft beizubehalten oder wiederherzustellen – wir im Heiligtum sprechen hier auch von dem Willen der Göttin. Die Verlässlichkeit ist selbst eine wesentliche Eigenschaft der Einzelnes verbindenden Wirkung der allgemeinen Lebenskraft. Hierauf beruht auch die bindende Kraft von Versprechungen, die der Einzelne anderen Einzelnen im Hinblick auf sein Verhalten macht und von denen er  sich (im zivilen Leben) grundsätzlich nur unter den formalisierten Voraussetzunger einer Scheidung oder Trennung befreien kann. Auf der anderen Seite aber muss sich der Einzelne ebenso gegen die Usurpation dieser Bindung durch andere zu Wehr setzen, die sich dieser Instrumentalisierung und ihres Mechanismus bedienen, um Verhalten Einzelner zumeist im eigenen Interesse zu manipulieren. Diesen Konflikt kann der Einzelne nur bewältigen, wenn er sich der allgemeinen Lebenskraft, die er gegenständlich erfahren kann, bei allem, was er tut, stets bewusst ist, wenn er, in der Sprache unseres Heiligtums der Göttin dient. Denn deren Lust und Liebe und das ihm scheinende Licht ihres Wesens, das Glück, werden ihm mithilfe der in ihm gesetzten Wahrheit immer den Weg weisen und ihm auch zeigen, ob die von ihm verlangte Richtung, die er bei einem gemeinschaftlichen Streben einschlagen soll, ihre Richtung des Lebens, die der allgemeinen Lebenskraft ist. Hierzu bedarf es nicht mehr, aber auch nicht weniger, als ihre Liebe zu erfahren, nicht anders als wir die Göttin im Heiligtum bei unseren Gottesdiensten verehren. Denn im leiblichen Gebet der Vereinigung erleben wir unmittelbar der Göttin Kraft als allgemeine Lebenskraft.

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